Stadt am Meer - Vladivostok

(Orte und Leute)
Description : 

Vladivostok - diese Stadt am Ende der transsibirischen Eisenbahn mag Vielen schon wie das Ende der Welt erscheinen, für uns ist sie eine Woche lang Mittelpunkt unserer Reisewelt und der Anfang unseres sibirischen Sommers.

So mancher Russe, den wir treffen, wundert sich, warum die Stadt bei Europäern so beliebt ist, schließlich gehe Russland mit Kamtchatka und Tschuchotka noch viel weiter nach Osten.

vladik_3Für uns ist es, frisch aus China kommend, die schönste Stadt seit Langem und nach vielen Monaten endlich wieder ein Hauch von Europa, endlich wieder Schwarzbrot und Käse! Auf mehreren Landzungen erstreckt sich die Stadt ins Meer hinein und ist fast überall von Wasser umgeben. Landeinwärts kriecht sie die Hügel hinauf, locker gestreut mit viel Grün und wenigen der gleich aussehenden Ansammlungen sowjetischer Wohnblöcke. In der Innenstadt findet man ältere Gebäude, reich verziert und eindeutig europäisch beeinflusst, gleich gegenüber liegt der Hafen, durch den japanische Autos zu tausenden ihr zweites Leben in Russland beginnen und wo Container ihren Weg nach Hamburg antreten.

  

Die wahre Schönheit der Stadt aber sind die ihr vorgelagerten Inseln. Ehemals an diesem strategischen Punkt militärisch genutzt, sind sie nun eines der Hauptausflugsziele für die Bewohner Vladivostoks. Mit einer Fähre kommt man direkt aus der Innenstadt in einer halben Stunde nach Russkij Island, der nächsten der Inseln. Hier findet man keinen Kommerz, dafür aber alles was die russische Seele zur Entspannung braucht: viel Natur, schöne Strände zum Baden und Picknicken und ein gutes Wegenetz, um sich mit Jeep oder Fahrrad zu bewegen.

vladikWir erkunden einen Tag lang mit unseren Rädern und unserem Gastgeber Evgeny die Insel sowie ein kleines Inselchen welches man nur nach einem Gang durch bauchtiefes Meer erreicht.

  

Bei Magdalena und Evgeny dürfen wir unsere ersten Tage in Russland herzliche Gastfreundschaft erleben, erfahren nebenbei einiges zum Tigerschutzprojekt des WWF, an dem Evgeny arbeitet und hätten noch so viel zu entdecken, würde es uns nicht nach Norden in die Taiga ziehen.